Ernährung von Citruspflanzen

Nun um richtig zu Düngen bedarf es zunächst des Wissen, was die einzelnen Nährstoffe im Dünger eigentlich bewirken. Wozu sie benötigt werden und wie wichtig sie sind. Dies will ich zuerst klarstellen. Dazu habe ich eine Aufstellung gemacht, die mit den wichtigsten Elementen, den Makronährstoffen beginnt, welchen den die Mirconährstoffe oder Spurenelemnte folgen. Es wird beschrieben wozu die Mineralien benötigt werden, welche Mangelsymptome sich einstellen und welche Symptome Überschuss an diesen Mineralien erzeugt. So kann man schnell erkennen was wichtig ist und auch die korrekte Zusammenstellung eines Düngers verstehen, ggf. auch erkennen.

HaKaPhos Grün

Stickstoff liegt zumeist in Salzen (Nitrate und Nitrite) im Boden vor. Harnstoff ist eine Stickstoffverbindung die gut von Pflanzen und Microorganismen im Boden aufgenommen werden kann, ebenso wie Ammoniumverbindungen. Stickstoff kommt in Dung in großen Mengen vor, weshalb der Dung abgelagert wird, damit sich daß Zuviel verflüchtigt. Stickstoff ist gut löslich und wird bei allen Lebewesen zum Aufbau von Eiweißstoffen benötigt. Da Stickstoff neben Kohlenstoff ein zentrales Element dieser Eiweißbausteine bildet, kann ohne ihn kein Wachstum erfolgen. Keine Zellen, die aus Eiweiß bestehen, kann gebildet werden. Stickstoff dient aber auch als Baustein in Enzymen und Hormonen. Stickstoff wird schnell aus dem Boden durch Regen oder übermäßiges Gießen ausgeschwemmt, auch Bakterien im Erdreich formen die Stickstoffverbindungen um, zumeist in Gasförmige Substanzen die sich in die Atmosphäre verflüchtigen.

Stickstoffmangel äussert sich in heller werdenden Blättern, beginnend an den älteren Blättern. Die Blattadern werden zuerst hell, dann erfolgt generelle Blattaufhellung. Der Baum zieht hier die Stickstoffverbindungen ab, um diese in den neueren Blättern zu nutzen. Ebenfalls kommt das Wachstum fast zum Erliegen, Früchte bleiben klein und/oder werden gelblich. Zumeist fallen die Früchte vorzeitig ab. Dies kann vor allem im Winter auftreten, da die Wurzeltemperatur zu niedrig ist um die nötigen Mengen Stickstoff aufzunehmen.

Stickstoffüberschuss macht sich in übermäßigem Wachstum mit dickeren, großen, weichen Blättern bemerkbar. Der Baum 'schießt ins Kraut' und wird 'mastig'. Die Blätter sind tiefgrün, nicht strukturstabil und die Zweige sind zwischen zwei Knospen (Augen, Blättern) stark verlängert.

Phosphor ist ein Bestandteil der Energietransportsysteme der Zellen und ein Baustein in den Zellen selbst. Es kommt häufig als Baustein im Wurzelwerk vor. Ebenfalls wird Phosphor zur Produktion von Blüten benötigt.

Phosphormangel drückt sich in einer geringen Blütefülle aus, die Blüten sind kleiner und weniger. Altere Blätter nehmen eine rötlich-braune Färbung an und werden abgeworfen. Die Früchte sind etwas kleiner, weniger saftig und das Albedo wird dicker.

Phosphorüberschuss kann Zinkmangel bewirken, weil Phosphor Zink im Boden bindet. Aber auch andere Elemente werden durch ein Zuviel an Phosphor im Boden festgelegt. Viele der Speziellen Dünger enthalten zuviel Phosphor und begünstigen daher einen Mangel dieser Elemente. Daher sollte man Dünger mit wenig Phosphor bevorzugen, ein Mangel ist dadurch kaum zu beführchten.

Kalium ist ein Bestandteil im Regelwerk zum Austausch von Ionen im Zellverbund. Auch um akzeptable Fruchtgröße und Schale zu erzeugen, wird Kalium benötigt. Auch für ein stabiles Zellwachstum wird Kalium benötigt, es spielt also bei der Holzbildung eine wichtige Rolle. Ganz wichtig ist es für den Mechanismus und die Bewegung der Spaltöffnungen. Auch für die Osmose wird Kalium benötigt. Im Gegensatz zu anderen Meinungen erhöht Kalium nicht die Kältetoleranz von Citrus-Pflanzen.

Kaliummangel bewirkt zunächst, daß die Früchte kleiner bleiben, eine sehr dünne Schale haben. Äste verholzen zum Teil nur langsam und Blätter bekommen braune Ränder im typischen Muster. Unter schweren Mangelsymptomen sterben ganze Äste ab und die Früchte fallen vorzeitig ab.

Kaliumüberschuss äussert sich in Salzschadenssymptomen und die Früchte bleiben trotz Vollreife grün und haben eine dicke Schale. Überschußsymptome treten aber nur sehr selten auf.

Magnesium ist zentraler Teil des Chlorophyl-Moleküls und daher neben Eisen der wichtigste Bestandteil des Blattgrüns. Transpiration und Photosynthese werden durch Magnesium stark beeinflußt.

Magnesiummangel drückt sich in eines charakteristischen Balttaufhellung, der Magnesiumchlorose aus. Das Blatt wird von der spitze her grün, mehr an den Rändern als an den Hauptblattadern. Dies gibt dem Blatt einen V-förmigen grünen Bereich im Zentrum an der Mittelader, wobei bei höheren Mangelsymptomen eher ein grün-bleibendes Dreieck mit der breiten Seite am Blattstiel gebildet wird.

Magnesiumüberschuß ruft andere Mangelsymptome hervor, weil Magnesium ebenfalls wie Calcium den pH-Wert des Bodens erhöht.

Calcium ist ein wichtiges Element. Es macht etwa 20% einer Citrus-Pflanze aus und wird oft im kommerziellen Anbau in ebenso hohen Dosen verabreicht, wie Stickstoff. Es ist in Enzymen eingebaut, hilft beim Transport von Aufbaustoffen und ein Teil der Zellwände.

Calciummangel ist sehr selten, da Gießwasser oder Kalk im Boden die Pflanze sehr gut mit Calcium versorgen. Leider tendieren viele Leute dazu, die Pflanzen mit zu weichem Wasser oder ganz kalkfreien Gießwasser zu versorgen. Dies kann zu einer Unterversorgung mit Calcium führen. In den Fällen wo dies auftritt, erfolgten zunächst keine direkten Blattsymptome aber das Wachstum wird stark gehemmt. die Pflanze ist eher spärlich belaubt, Fruchtansatz und Fruchtqualität leiden. In schweren Fällen erfolgen Balttverformungen und Blattverkrüppelung durch unvollständiges Wachstum, auch zeigen sich Spitzenaufhellungen die Magnesiummangel ähnlich sehen. Die Blattspitze krümmt sich nach unten ein und bildet bald eine taschen-artige Ausbuchtung an der Spitze, die Blattmitte und die Stellen zwischen den Hauptadern wölben sich kupelartig nach oben auf. Die Blätter behalten diesen Wachstumsfehler, da Calcium in ihren Zellwänden fehlt. Viele Blätter bleiben sehr klein.

Calciumüberschußsymptome kommen häufig in Böden mit pH-Werten über 7,0 vor. Calcium legt andere Elemente, welche zur Blattgrünbildung benötigt werden im Boden fest. So treten durch zuviel Calcium im Boden bei empfindlichen Veredelungsunterlagen schneller Eisen und Magnesiummangel auf.

Schwefel ist ein wichigter Baustein in Proteinen und Enzymen, aber selten ein Mangel bei Citrus-Pflanzen.

Schwefelmangel ergibt ähnliche Symptome wie Stickstoffmangel, aber Stickstoffmangel kommt bei weitem häufiger vor.

Schwefelüberschuss macht sich in einer Versalzung des Bodens bemerkbar, der Boden liegt in sehr niedrigen pH-Bereichen, welche durch Dolomit oder Kalk wieder ausgeglichen werden müssen, Salzschäden (siehe Krankheiten und Schädlinge) können die Folge sein.

Bei den folgenden Spurenelementen ist es nicht wichtig, daß man weiß wozu diese benötigt werden aber man sollte wissen welche Schäden oder Mangelsymptome sie verursachen.

Mangan wird in Enzymreaktionen gebraucht und hilft bei der Spaltung von Wasser während der Photosynthese.

Manganmangel verursacht helle unregelmäßige Flecken zwischen den Blattadern.

Kupfer dient als Antioxidant, der Ascorbinsäureoxidation und der Polyphenoloxidation

Kupfer kann große Salzschäden verursachen, wenn die Pflanze zuviel davon bekommt, z.B. durch Fungizidsprays und/oder mit einer Düngerlösung. (siehe Krankheiten und Schädlinge)

Kupfermangel macht sich in blasenartigen gummigefüllten Blasen an den grünen Zweigen bemerkbar. Die Blätter werden übernatürlich groß, braune Gummi-Flecken finden sich im Fruchtfleisch und die Knospen treiben mehrfach aus.

Zink ist bei der Synthese von Auxin (Wachstumshormon) beteiligt und bei der Entwicklung der Chloroplasten.

Zinkmangel kommt sehr häufig vor und betrifft vor allem Pflanzen die auf Citrumelos und Citrangen veredelt sind und der Boden-pH-Wert zu hoch ist. Die Blätter sind zwischen den Blattadern in klaren regelmäßigen hellen Flecken gezeichnet. Der Blattaustrieb ist klein und erfolgt in Rosettenform. Zinkmangel macht sich häufig an Bäumen die an Citrus-Blight erkrankt sind bemerkbar.

Bor ist Teil der Pollenbildung und Fruchtbarkeit der Blüten. Auch im Kohlehydratprozessen findet es Verwendung.

Borüberschuß zeigt sich in Salzschäden (siehe Krankheiten und Schädlinge). Oft treten helle Flächen zwischen den Blattnerven auf, in Zusammenhang mit dunklen Pusteln. Es ist sehr schwer bei Bor die Mitte zwischen Mangel und Überschuss zu finden, da die Grenzen nur sehr schmal sind.

Bormangel verursacht Verkorkungen an den Ästen und Korkflecken auf und in der Fruchtschale.

Molybdän wird im Reduktionssystem von Nitrit und Nitratsalzen benötigt.

Molybdänmangel zeigt sich in gelb-braunen Flecken auf beiden Blattseiten, während an der Unterseite zusätzlich noch Gummifluß in den hellen Flecken zu bemerken ist.

Eisen ist ein wichtiger Energieträger bei der Photosynthese. Ohne Eisen ist eine Ausführung der Photosynthese nur noch mangelhaft möglich. Auch in vielen anderen Enzymen kommt Eisen als Baustein und Oxidationsträger vor.

Eisenmangel drückt sich in der typischen Chlorose aus. Die Blattadern bleiben grün, während das Blatt zwischen den Blattadern aufhellt. Schließlich ist das Blatt hellgelb mit grünen Blattadern, die als feines grünes Netz sich ganz scharf vom hellen Blattgewebe abheben. Schwere Mangelsymthome zeigen ganze weiß-gelbe Blätter und eine weiß-gelben Austrieb.

Die wichtigsten Element sind Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K), weshalb auf den meisten Düngern eine NPK Formel angegeben ist, welche die Bestandteile der Lösung in Prozent angibt. Der zumeist vierte Wert, er kann mit einem Pluszeichen angeführt sein, oder steht in Klammern, ist Magnesium. Danach kommt schon Calcium als fünft wichtigstes Element, welches zumeist im Gießwasser oder Boden reichlich vorhanden ist. Schwefel ist für die Bodenreaktion und den BioEnzymhaushalt da, wird aber nicht angegeben, weil es eben selten auftritt. Die restlichen Nährstoffe werden nur in Spuren benötigt, aber durch die Bodenreaktion können diese sogenannten Micronährstoffe schnell festgelegt werden. Eine Tabelle am im Anhang zeigt die Verfügbarkeit der einzelnen Nährstoffe in verschiedenen pH-Bereichen des Bodens. So sollte ein guter Dünger alle oben genannten Inhaltsstoffe enthalten. Laut den Aussagen des US Department of Agriculture (Dr. Heinz K. Wutscher) sollten die Nährstoffe von Stickstoff und Kalium in gleicher Höhe sein, Phosphor deutlich schwächer und Spurenelemente sollten enthalten sein. Ich habe mit Werten von NPK 10-4-10, 6-3-6 und 9-8-9 experimentiert und gute Ergebnisse gehabt. Gute Erfahrungen habe ich auch mit Werten von 25-15-15 für die Sommermonate und 20-20-20 für die Wintermonate mit hohen Anteilen an Spurenelementen gemacht. Ich habe die Lösungen stärker verdünnt dafür etwas häufiger angewandt.
Inzwischen verwende ich wasserlösliche Nährsalze aus dem Hause Compo, wobei ich die Nährsalze HaKaPhos elite und HaKaPhos grün empfehlen kann. Diese sind leider nur in großen Gebinden von 25 Kilo erhältlich, aber mit dem 5 Kilo Eimer HaKaPhos Gartenprofi steht auch dem Hobby Anwender ein gutes und ideal zusammengesetztes Produkt zur Verfügung.
Dabei wird HaKaPhos mit 3 ml pro Liter Gießwasser dosiert, doch Vorsicht der Dünger ist hochwirksam und führt schnell, insbesondere bei kalten und inaktiven Wurzeln, zu Salzschäden.
Normalerweise sollte im Sommer einmal pro Woche gedüngt werden, mit schwächer dosierten Lösungen auch öfters. Wenn Sie also einen Dünger mit NPK 20-5-10 einmal wöchentlich anwenden, so können sie die Lösung halbieren und zweimal anwenden. Je schwächer, aber öfter die Lösung angewandt wird, umso effektiver nehmen die Wurzeln die Nährstoffe auf. Dies wird aber durch das Pflanzsubstrat beeinflußt. Sie sollten deshalb auch nicht mehr gießen. Richten Sie sich am Besten immer nach den Herstellerangaben. Bleiben Sie lieber mit den Dosierungen etwas unter den angegebenen Mengen, dies schont ihre Pflanze und bewahrt sie vor Salzschäden. Düngen Sie lieber weniger als zuviel.
Untersuchungen der Forschungsanstelt Geisenheim haben erbracht, daß zu hohe Phosphorgaben durch den Dünger zu mangelhaftem Wachstum und Chlorosen führen, daher sollte der Phosphoranteil in einem guten Dünger nur die Hälfte des Stickstoffwertes betragen, um dies zu vermeiden. Dies führt zwar nicht sofort zu typischen Symptomen, aber langfristig sind Bedenken durchaus angebracht.
Experten orientieren sich an Blattsymptomen und düngen das speziell nach. Schwach konzentrierte Düngerlösungen zum Aufsprühen auf die Blätter mögen die Citrus-Pflanzen besonders gern, vor allem morgens und im Winter. Auch bei diversen Mangelsymptomen wird eher gesprüht als gegossen (siehe Krankheiten und Schädlinge). Sprühen Sie nie in der prallen Sonne. Gerade bei Hydrokulturen und alternativen Tongranulaten halten Sie sich peinlich genau an die Empfehlungen der Hersteller, da hier keine Puffer, wie im normalen Erdboden, vorhanden sind. Die Wurzel können daher schneller geschädigt werden. Spurenelementdünger gibt es in Pulverform oder als Flüssiglösung zum Gießen oder Sprühen. Hier kann einmal jährlich, sofern nicht umgetopft wurde, etwas ins Gießwasser gegeben werden, oder bei Mangelsymptomen gesprüht werden. Dies ist zwar nicht nötig, aber auch oft nicht schädlich. Zumeist führen gute Dünger genügned Spurennährstoffe zu, so daß keine zusätzliche Versorgung nötig wäre. Beim Umtopfen kann etwas Spurenelementpulver ins Substrat gemischt werden, doch Vorsicht: Dies ist nicht unbedingt nötig, da die frische Erde genügend Spurenelemente enthält. Im Winter dünge ich nur einmal im Monat, bei Pflanzen in Erdkultur, weil ich selbst warm überwintere. Bei den Pflanzen in Seramis dünge ich normal weiter, wie im Sommer. Bei kühler Überwinterung wird nicht gedüngt, falls doch, dann reduzieren sie die Lösung auf ein mindestens Drittel der normalen Konzentration und düngen Sie höchstens einmal im Monat. Im Winter ist jedoch das Aufsprühen einer Düngerlösung am Morgen etwa alle zwei Wochen sehr zu empfehlen. Viele Anbieter haben inzwischen spezielle Dünger im Angebot, fragen sie also gezielt im Fachhandel. Aber Achtung: Prüfen Sie die Inhaltsstoffe und deren Zusammensetzung genau! Diese Dünger sind zumeist gut auf die Bedürfnisse der Citrus-Pflanzen abgestimmt, doch es lohnt ein Blick auf die Zusammensetzung. Einige Produkte haben sich schon als Mogelpackung erwiesen, oder enthalten doch die Nährstoffe in sehr ungünstigen Verhältnissen.
Ansonsten lohnt es sich, einen günstigen Volldünger zu erstehen, wenn dessen Nährstoffe im korrekten Verhältniss stehen. Auch hier lohnt der Blick auf die Zusammensetzung des Düngers.
Die Grundformulierung ist NPK 1:0,4:1 nach Angaben der Fachliteratur, doch auch eine Grundformel von NPK 1:0,25:0,5 ist zulässig. Die Studie aus Geisenheim gibt einen Grundwert von NPK 1:0,2:0,7 aufgrund der Ergebnisse vor, so daß man sich mit allen genannten Grundwerten im nahezu optimalen Bereich bewegt.
Man muß daher nur die Grundwerte aufmultiplizieren und sehen, ob es passt, wenn man diese mit einem fertigen Dünger vergleicht.
In früheren Zeiten wurde abgelagerter Pferdemist als Mulchschicht im Frühjahr auf die Erde des Kübels gelegt. Diese versorgte die Pflanze mit Nährstoffen und verhinderte übermäßige Verdunstung von Wasser aus dem Erdreich. Dies kann auch heute noch so gemacht werden, doch vergewissern Sie sich sauberen Mist zu bekommen, der frei von Antibiotikaresten ist. Diese Reste zerstören sonst daß doch meist karge Bodenleben im Kübel völlig, welches aber zum Abbau und der Aufbereitung der Nährstoffe für die Pflanze nötig ist. Auch Dung-Brühen sind möglich. Setzen Sie dazu 10 Liter Wasser mit etwa einem tennisballgroßen Stück abgelagertem Dung an, rühren gut um und lassen das Ganze etwa eine Woche ziehen. Dann düngen Sie wie gewohnt, nur jetzt mit dieser Brühe. Reine organische Düngung setzt allerdings voraus, daß im Kübel Bodenleben vorhanden sein muß. Gerade im zeitigen Frühjahr kann es geschehen, daß durch die tiefen Temperaturen noch nicht genügend Nährstoffe aufgespalten werden, weil das Bodenleben noch nicht richtig aktiv ist. Blattaufhellungen sind die Folge. Hier hilft es nur, bei zu kalten Temperaturen mit einem 'synthetischen' Produkt kurzfristig Abhilfe zu schaffen, oder sich in Geduld zu üben. Düngergranulate sollten in feuchtes Substrat leicht eingearbeitet werden, aber Vorsicht: Verletzten Sie dabei nicht die oberen Saugwurzeln. Langzeitdünger, meist in Form von kleinen Kunststoffkegeln, gepreßten Stäbchen oder Tabletten, sowie in wachsartigen Kunststoffkügelchen können ebenfalls in der vom Hersteller genannten Dosierung in die obere Substratschicht eingearbeitet werden. Diese Langzeitdünger ersparen in einem oft monatelangen Zeitraum das Düngen, da sie ihre Wirkstoffe langsam und kontinuierlich an das Substrat abgeben. Auch für Hydrokultur gibt es solche Langzeitdünger, ebenso wie für alternative Tongranulate. Lassen sie sich in jedem Falle dort, wo Sie ihre Pflanze erwerben schon vorab beraten. Seien Sie kritisch und prüfen Sie genau, bevor Sie sich zu einem Kauf nötigen lassen.

 

 

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