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Kumquat

Fortunella obovata 'Fukushu' Kumquat

Andere Namen: Zwergorange, Zwergzitrone, Minimandarine, Mandarinenpflaume

Botanischer Name: Fortunella spec.

Herkunft: vermutl. China

Verbreitung: semitropische bis fast an die gemäßigten Zonen heranreichende Gebiete auf der Welt. Anbauländer sind Israel, Japan, China

Geschichte: Die Kumquat gehört zu den ältesten erwähnten Pflanzen us der Familie der Citrusartigen. Ihre Früchte wurden schon im alten China geschätzt und am Hofe verzehrt, auch wird über das Pfropfen dieser Sorte auf schwachwüchsige Unterlagen berichtet. Nach Europa wurde sie durch den Botaniker Robert Fortune, nach dem diese Art benannt wurde, Mitte des 19. Jahrhundert gebracht.

Wichtigkeit: Kumquat ist nur als Delikatesse geschätzt, weshalb ihre Wichtigkeit eher von geringer Bedeutung weltweit ist.

Beschreibung

Baum: Kleiner Strauch, etwa 2 Meter groß mit kleinen Dornen. Blätter klein, dunkelgrün und oval bis Lanzettförmig. Kurze Blattstiele ungeflügelt.

Blüte: kleine Blüten mit weißen Kelchblättern

Früchte: kleine, je nach Art runde, zylinderförmige oder tropfenförmige Früchte, oberseits und unterseits abgerundet, Schale gelb-orange bis rot-orange mit süsslichem Aroma, eßbar. 3-5 Fruchtsegmente mit säuerlichem Fruchtfleisch von orange-gelber Farbe, Kerne klein oval-spitz mit grünen Kotyledonen

Erntezeit: Haupterntezeit November bis Mai

Fruchterzeugung

Bei Anzucht aus Samen kommt Fortunella je nach Art nach etwa 4 bis 5 Jahren zur ersten Blüte. Im kommerziellen Anbau ist Veredelung üblich, wodurch die Pflanzen schon nach 2 Jahren zur Blüte kommen können.

 

 

 

Vermehrung

Kumqaut kann aus Samen vermehrt werden. Dies ist ebenso wie Vermehrung aus Stecklingen unüblich. Fortunella wird üblicherweise durch Veredelung vermehrt, zumeist auf Poncirus trifoliata, oder auf Citrus mitis, Citrus volkameriana und Rough Lemon. Letztere Unterlagen erbringen größere Früchte mit etwas dickerer Schale, was am Markt sehr beliebt ist.

Klimadingungen

Kumquat übersteht das Klima bis zum 30 nörd. Breite. Sie ist wenig Kälteempfindlich und kann frei ausgepflanzt kurze Fröste bis -8C überstehen.

Bodenbedingungen

Fortunella ist an eine weite Spanne von Böden angepaßt und wächst sowohl auf leicht sauren Böden, als auf Böden mit höheren Kalkwerten. Nur Salzanreicherungen im Boden führen schnell zu Salzschäden. Eine gute Drainage ist wie bei allen Citruspflanzen sehr wichtig.

Pflanzung und frühe Pflege im kommerziellen Anbau

Es wird ein Pflanzloch in etwa der Größe wie der Wurzelballen ausgehoben. Die Pflanze wird gesetzt, Pflanzloch auffüllen und die Wurzeln etwas mit frischer Erde bedecken. Gut andrücken um Hohlräume zu schließen. Die Junge Pflanze benötigt regelmäßige Bewässerung im Abstand von 3 Tagen die ersten 4 Wochen. Gedüngt wird mit einem Fertigdünger, der gut im Wurzelbereich eingearbeitet wird.

 

Pflege fruchttragender Bäume im kommerziellen Anbau

Kumquat hat die Eigenart nach einem Jahr reicher Ernte im Folgenden Jahr zu pausieren. Daher sollte im Ruhejahr mehr Stickstoffbetont gedüngt werden um das Wachstu zu fördern. Das Ruhejahr zeigt sich ein einem sehr geringen bis keinem Fruchtertrag oft von minderer Qualität. Erst gegen Ende der Ruhezeit wird mit normalem, leicht Phosphatbetontem Dünger die Blüte vorbereitet. In leichte Trockenperiode im Winter, mit sehr geringen Wassergaben wird ausser in tropischen Anbaugebieten gut vertragen und wirkt Blütenfördernd. Im Wachstum und während der Fruchtreife ist regelmäßiges Düngen und Wässern sehr vorteilhaft.

 

Bei allen Krankheiten gilt: Die Krankheit muß genau bestimmt werden, bevor Maßahmen eingleitet werden um Grundwasser, Wurzelwerk und oberirdische Pflanzenteile nicht unnötig zu belasten oder zu schädigen. Notfalls muß der Rat von Sachkundigen eingeholt werden.

Fortunella hindsii 'Hongkong' Kumquat Baum

Varietäten und Hybriden

Von Kumqusat gibt es vier Hauptsorten, die eigene botanische Namen führen:

Fortunella japonica 'Marumi' mit runden Früchten

Fortunella margarita 'Nagami' mit ovalen Früchten

Fortunella hindsii 'Hongkong' mit sehr kleinen runden Früchten

und Fortunella crassifolia 'Meiwa' mit größeren runden Früchten, wobei die Annahme besteht, es sei eine Kreuzung aus Nagami und Marumi.

Citrus madurensis 'Calamondin' ist eine natürliche Kreuzung aus Mandarine und Kumquat, wobei hier bei der Mandarine wohl nur eine sehr saure Varietät in Frage kommt. Pflanze mit sehr schönen orangenen runden, leicht flachen, saueren Früchten. Auf den Philippinen wild vorkommend.

Kumandarin 'Kucle' ist eine Kreuzung aus Fortunella margarita und Citrus clementina 'Comune'. Sehr große pflaumenförmige Früchte mit säurlichem Fleisch und süsslicher Schale.

 

 

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